Maximaler Dampf

NdFeB

NdFeB Dauermagnete werden auf Basis von Seltenen Erden produziert, neben Neodym werden auch Praseodym, Dysprosium und Terbium zur Erzielung der besonderen magnetischen Eigenschaften eingesetzt. Durch die besonderen physikalischen Eigenschaften der Seltenen Erden Elemente, erreichen gesinterte NdFeB Dauermagnetwerkstoffe heute die höchsten Energiedichten. Bedingt durch die tetragonale Kristallstruktur der Nd2Fe14B Verbindung kann eine maximale Energiedichte von 62MGOe erreicht werden.
Die Anwendungsbereiche für NdFeB Dauermagnetwerkstoffe reicht von einfachen Haftmagneten, über Automotive Anwendungen bis hin zur Luft- und Raumfahrt.

Durch die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von NdFeB-Magneten, verfügt die BEC über ein breit gefächertes Angebot an Werkstoffkompositionen. Gezielte Veränderungen der Legierungszusammensetzung ermöglicht die Temperatur- und Korrosionsbeständigkeit, die magnetischen Eigenschaften und andere Parameter des Magneten an die jeweiligen Anforderungen des Kunden anzupassen.

Typischerweise belaufen sich die Anwendungstemperaturen für NdFeB Dauermagnete auf den Bereich zwischen -40C und maximal +240°C.

TERRAMAG® Familie

Wenn gesinterte NdFeB Dauermagnete mit SmCo Dauermagneten verglichen werden, fallen zwei große Unterschiede zu Ungunsten der NdFeB Magnete auf. Die geringe Curie-Temperatur, die zu hohen Temperaturkoeffizienten der Remanenz und der Koerzitivfeldstärke führt, sind ebenso problematisch wie die hohe Korrosionsanfälligkeit der Nd reichen Phase in der Mikrostruktur.
Durch unsere Partnerschaften mit den Lieferwerken, konnten durch die kontinuierliche Weiterentwicklung und Forschung diese Defizite nach und nach beseitigt werden. Prozessoptimierungen und Anpassung der Mirkostruktur innerhalb des kristallinen Gefüges, trugen dazu bei.

Aus diesem Grund spezifiziert und garantiert die BEC ihren Kunden die Koerzitivfeldstärke HcJ bei maximaler Anwendungstemperatur, üblicherweise bei 150°C und nicht nur bei Raumtemperatur.

TERRAMAG® Light

Die zeitweise sehr gespannte Situation auf dem Markt der Seltenen Erden und die immer stärker werdende Nachfrage nach Dysprosium (Dy) und Terbium (Tb) -ärmeren, oder sogar -freien NdFeB Dauermagnete, als auch spektakuläre neue Herstellungsverfahren wurden von BEC zum Anlass genommen, die Entwicklungsaktivitäten besonders auf die Reduzierung der Anteile der teuren Schweren Seltenen Erden (SSE) Dy und Tb zu konzentrieren. Die neuen Dauermagnetwerkstoffe tragen symbolisch die Bezeichnung TERRAMAG® Light. Sie zeichnen sich durch die gleichen Korrosions- und Temperaturbeständigkeiten wie die TERRAMAG® der S -, bzw. der H-N – Dauermagnetwerkstoffe aus, und stellen gleichzeitig eine Preisstabilität hinsichtlich der

TERRAMAG® der Z – Reihe

Die TERRAMAG® Z wie „Zero“ Dauermagnetwerkstoffe sind frei von Dy und Tb. An dieser Stelle muss noch darauf hingewiesen werden, dass Dy- und Tb- freie Dauermagnetwerkstoffe, die die Temperaturbeständigkeitskriterien der TERRAMAG® Werkstoffe bezüglich HcJ bei der maximalen Anwendungstemperatur erfüllen, können mit den heute zur Verfügung stehenden Technologien nur bis etwa maximal 150°C hergestellt werden.
Die TERRAMAG® ZS – und die ZH – N Dauermagnetwerkstoffe erfüllen vollständig die BEC Beständigkeitskriterien der S, bzw. der H-N Dauermagnetwerkstoffe.

TERRAMAG® der R – Reihe

Wie bereits erwähnt kann man bei der Herstellung von NdFeB Dauermagneten für Anwendungstemperaturen oberhalb etwa 150°C nicht ganz auf Dy und / oder Tb verzichten. Unsere Entwicklungsaktivitäten haben sich auf die Reduzierung der Dy- und Tb-Gehalte für diese TERRAMAG® Dauermagnetwerkstoffen konzentriert. Die entwickelten TERRAMAG® RS, bzw. RH-N Werkstoffe, R wie „reduced“, erreichen durch angepasste Prozesse mit 2 – 4 Gew. % weniger Dy- oder Tb Gehalte die gleichen Eigenschaften wie die TERRAMAG® S, bzw. H-N Dauermagnetwerkstoffe.

TERRAMAG® der L – Reihe

Bereits in den 90er Jahren wurde durch Veröffentlichungen bekannt, dass sehr große Körner in den gesinterten NdFeB Dauermagneten eine inhomogene Dy – Verteilung aufweisen können. Dy bildet an den Korngrenzen eine Art „Schale“, die die Koerzitivfeldstärke HcJ erheblich erhöht.

Durch die stetigen F&E Aktivitäten, nicht nur im Bereich der Materialwissenschaften, sondern auch im Bereich der Fertigungsverfahren, entstand eine weitere Reihe in der TERRAMAG® Familie. Die L – Werkstoffe, L wie „lean“, werden mittels des Grain Boundary Diffusion Prozesses (GBDP) produziert, eine Technologie in der die Schweren Seltenen Erden Dy und Tb durch einen Diffusionsprozess in die Körnergrenzen der NdFeB Dauermagnete „eingebaut“ werden. Für eine wirkungsvolle Diffusion entstehen jedoch Einschränkungen in den Magnetdimensionen, so darf eine maximale Höhe von 10 mm nicht überschritten werden.

Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl eines geeigneten Werkstoffs für Ihre Anwendung.